Klimaschule

Die Schirmherren

Was ist eine Klimaschule?

Das Konzept wurde von der Hamburger Schulbehörde entwickelt. Es leitet sich direkt vom Pariser Abkommen ab und orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN. Fast alle Staaten dieser Erde haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu wirtschaften, um die Erderwärmung auf 2 Grad oder weniger zu begrenzen. Dies hätte aber bereits erhebliche Schäden und wirtschaftliche Nachteile zur Folge. Wir wissen, die Uhr tickt.

Wir wollen deshalb als Schule Vorbild sein,
– bereits früher als 2050 CO2-neutral unterrichten,
– für zukunftsorientierte Betriebe entsprechendes Fachpersonal ausbilden
– unsere Schüler auch im privaten Bereich handlungsfähig machen.
Dabei werden wir von der Hamburger Schulbehörde zertifiziert, so wie es immer mehr Betriebe im Rahmen der EMAS -Zertifizierung oder ähnlicher Programme auch tun oder tun müssen.

Die Klimaschule ist aber auch ein Stück demokratische Schulentwicklung, da
– diese nicht befohlen, sondern auf Beschluss des Lehrerkollegiums initiiert wurde,
– von einem Team aus allen Schulstandorten getragen wird und
– Schüler*innen so weit als möglich in alle Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse eingebunden werden.

Wie geht Klimaschule?

Der Zertifizierungsprozess ist eine spiralenförmige Annäherung an das Ziel der CO2-Neutralität. Dazu werden unter anderem eine CO2-Bilanz und ein Klimaschutzplan erstellt, der eine Vielzahl von Maßnahmen umfassen wird, die kontinuierlich umgesetzt werden.

Dieser Prozess wird durch die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) begleitet. Der Landkreis Unterallgäu trägt die Projektkosten.


Mit dem fertiggestellten Klimaschutzplan kann sich die Schule dann beim Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung für die Auszeichnung zur Klimaschule bewerben und erhält die Zertifizierung, wenn alle Kriterien erfüllt sind.

Was ist eine Klimaschule nicht?

Das Konzept Klimaschule orientiert sich nicht an Einmal-Aktionen, sondern ist ein mehrjähriger, verbindlicher Weg auf allen CO²-relevanten Gebieten (Kommunikation und Vernetzung, Einkauf und Beschaffung, Ernährung, Digitalisierung, Mobilität, Abfall, Wärme Strom) in einem Schulbetrieb, so wie in der Arbeitswelt.

Pros and Cons

Warum ist „Klimaschule“ gerade an beruflichen Schulen besonders schwierig, aber auch besonders lohnend?

Besonders schwierig, weil
– wir unterschiedlichste Berufe in unterschiedlichsten Formen beschulen (Vollzeitunterricht, Blockunterricht verschiedener Länge, Tagesunterricht)
– drei Schulstandorte (Mindelheim, Bad Wörishofen und Memmingen) und sechs verschiedene Schulen (Berufsschule, Technikerschule, verschiedene Berufsfachschulen) unter einen Hut bringen müssen.
– bei uns Schüler*innen maximal dreieinhalb Jahre und meist in Teilzeit oder Tagesbeschulung oder in verschiedenen Blöcken an der Schule sind und sich teilweise nie sehen. Genaueres hier.

Besonders lohnend, weil
– unsere Absolvent*innen die Energieverbräuche und CO2-Emissionen ganzer Betriebe beeinflussen und ihr Wissen dort umsetzen können
– in kurzer Zeit eine sehr große Zahl an Schüler*innen aus verschiedenen Berufssparten erreichen, die bereits über eigenes Einkommen verfügen
– wir durch unsere berufsbezogene Ausbildung und Ausstattung über Möglichkeiten verfügen, die andernorts fehlen.
Deshalb bieten wir Kooperationen mit anderen Schulen weltweit an:
St. Thereza Vocational College in Zigoti, Uganda
Berufsschule Lycée des Métiers in Vedène, Frankreich
Technische Colleg Nummer 24 in Jaroslawl, Russland
South Cheshire College in Crewe, England

Presse

Kurier-Verlag: Sieger bei EU-Voting: Mindelheimer Technikerschule überzeugt Europa!

Preise und Anerkennungen

Eindrücke von der Eröffnungsveranstaltung zur Klimaschule