Forschen – Fragen – Finden

MNE- was verbirgt sich hinter diesem Kürzel? Diese Frage mag sich so mancher  stellen, der eine Ausbildung zum/r Kinderpfleger/in an der BFS in Memmingen beginnt. Am Tag der offenen Tür konnte er sich umfangreich darüber informieren. Die Schülerinnen der Klassen Ki11a, Ki11b und der Ki 10b hatten einen Raum hergerichtet, der Aufschluss darüber gab, was das Fach „Mathematisch Naturwissenschaftliche Erziehung“ – so die aus-führliche Bezeichnung des rätselhaften Kürzels - beinhaltet.Die 11. Klassen bauten einfache, aber verblüffende Versuche auf, die man  mit Kindern jederzeit im Kindergarten, aber auch zu Hause durchführen kann – ohne im Besitz eines Chemielabors oder Physikbaukastens zu sein. Einfache  Mittel, die in jedem Haushalt vorzufinden sind, wurden dafür herangezogen. So gab es unter anderem einen Versuch zu sehen, bei dem sich ein über einen Flaschenhals gespannter Luftballon sozusagen „von alleine“ aufbläst. Der Trick dabei war, dass man vorher Zitronensaft und Backpulver in die Flasche gab und das entstehende Gas den Ballon nicht ganz bis zum Platzen „vergrößerte“. Auch einen sausenden Luftballon konnte man selbst in Fahrt bringen, der entlang einer Schnur nach vorne oder sogar nach oben raste, wenn man ihn vorher aufblies. Wasser wurde mit Hilfe eines Stückchens Pappkarton oder auch “nur“ durch ein Blatt Papier im Glas gefangen genommen. Ein bereits randvoll mit Wasser gefülltes Glas lief nicht über, obwohl man eine Münze nach der anderen ins Glas warf.

Ein aus Styropor, Sperrholz und einer Zigarrenhülle aus Metall gebasteltes Boot bewegte sich in einer Wanne vorwärts, wenn man ein brennendes Teelicht unter die mit Wasser halb gefüllte und mit einem kleinen „Auspuffloch“ versehene Zigarrenhülle stellte. Jeder Besucher durfte, wenn er wollte, unter Anleitung der Schülerinnen selbst experimentieren, was vor allem die jüngeren unter ihnen begeisterte.

Die 10. Klasse hatte ihren Schwerpunkt auf den biologischen Teil dieses Faches gesetzt. In Frau Julius Gestalten-Unterricht wurden aus Schuhkartons Fühlkisten gefertigt. Der Besucher konnte hier verschiedene Zapfen von Fichten, Kiefern, Lärchen und Erlen sowie Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien und Bucheckern durch Tasten bestimmen. Einige Besucher zeigten anfangs überraschend „Berührungsängste“ und stellten dann fest, an welcher Vielfalt von Früchten man beim Spaziergang durch Wälder oder Parks achtlos vorübergeht. Ein Naturquiz stellte die Gäste vor so manches, nicht leicht lösbares Rätsel. Kunst-volle Plakate über verschiedene Bäume, von den Schülern selbst gemalt und gestaltet, leisteten bei der Lösungsfindung jedoch wertvolle Hilfestellungen.Alle, die Schülerinnen der genannten Klassen und die beiden betreuenden Lehrkräfte Herr Strahl und Frau Reichhart-Thalmaier waren über den Ansturm auf „unseren Raum“ mehr als angenehm überrascht – somit hatte sich die lange Vorbereitung wirklich gelohnt.

Christine Reichhart-Thalmaier